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Kreuzfahrt für Segler - Julia Grube

Bei der Ankunft auf Antigua und dem ersten Blick in den Hafen von Falmouth Harbour können wir das Segelschiff, auf dem wir die nächsten 7 Tage verbringen werden, zuerst gar nicht entdecken. Zu groß sind die Masten der Segelyachten, die in diesem Revier unterwegs sind und zu mächtig die benachbarten Motoryachten. Als wir sie dann erspähen, besticht sie aber mit ihrer Schönheit und Bescheidenheit.

Die RHEA ist ein echter Hingucker und hat Idealmaße. Der weiße Rumpf mit zwei Masten und der geschmackvolle Holzausbau machen sie zu einer sehr stilvollen klassischen Groß-Yacht. Sie ist groß genug um ein gutes Maß an Komfort zu bieten: ein Koch bereitet vier Mal täglich frische Mahlzeiten zu, drei Stewardessen kümmern sich um maximal 24 Gäste. Auf der RHEA drängeln sich die Urlauber garantiert nirgendwo an der Reling, man genießt vielmehr Freiraum und zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten. Die mit ca. 13m² geräumigen Kabinen sind mit regulierbarer Klimaanlage ausgestattet, verfügen über sehr ordentliche Bäder und werden täglich gereinigt. An Deck bestimmen Teak und Mahagoni das Ambiente, bequeme Polster und Sitzbänke laden zum Entspannen ein und erzeugen eine unaufdringliche Form von maritimer Gemütlichkeit, in der man sich auf Anhieb wohlfühlt.

Die RHEA ist aber auch klein genug um Individualität zu erlauben. Keine Spur von straff organisiertem Kreuzfahrt-Programm, das von einem Riesen-Terminal zum nächsten führt. Die 54 Meter lange Stagsegelketsch kann die gleichen Buchten anlaufen wie typische Segelyachten, die Route steht zwar in groben Zügen fest, wird aber täglich neu besprochen und an die herrschenden Bedingungen sowie die Wünsche der Gäste angepasst. Ist das jeweilige Etappenziel erreicht, sorgen zwei Dinghies für Bewegungsfreiheit, ermöglichen Landausflüge, erschließen Schnorchelspots oder shuttlen zum Sundowner in die Strandbar. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich im Stand-up-Paddeln zu versuchen, per Kajak die Bucht zu erkunden oder sogar mit einer kleinen Jolle selbst segeln zu gehen. Jeder kann genau das tun, wonach ihm der Sinn steht, an Bord bleiben, sich einer kleinen Gruppe anschließen oder auf eigene Faust losziehen.

Für uns sollte der Törn um 18 Uhr losgehen, Treffpunkt im Hafencafé. Schon ca. 1,5 Stunden früher fanden wir uns dort ein und wurden prompt vom Decksjungen entdeckt, der barfuß über die Stege schlenderte. Er nahm uns gleich mit, kümmerte sich um unser Gepäck und schon 10 Minuten später waren wir an Bord, hatten alle begrüßt und es hieß „Leinen los!“. Kapitän Sven Holzhausen und seine Crew wollten gern in die nächste Bucht segeln, um dem Hafengedränge zu entfliehen und so hatten wir schon am ersten Abend eine herrliche Stunde unter Segel und den ersten fantastischen Sonnenuntergang auf See. Natürlich begleitet von einem Sundowner - dem typisch karibischen Rumpunch.

Als der Anker in der Bucht fiel und die Sonne untergegangen war, wurde uns die Kabine gezeigt und wir wurden mit den Sicherheitsvorkehrungen des Schiffes vertraut gemacht. Nach einem tollen Abendessen stellte sich die 9-köpfige Crew vor und die Route des Törns, die Wetterlage und die Pläne des Kapitäns wurden besprochen. Zunächst war geplant nur Rund Antigua zu segeln, um möglichst viele Bade- und Schnorchelmöglichkeiten zu bieten. Zu meiner Freude wurde dieser Plan schon am nächsten Morgen verworfen, als sich zeigte, daß der Wind ideal war, um auf direktem Wege Richtung Guadeloupe aufzubrechen. Nach der ersten Nacht an Bord - man schläft dort himmlisch, wie in einer Wiege - einem morgendlichen Bad in der Karibik noch vor dem Frühstück, wurde schon bald der Anker aufgeholt und wir nahmen Kurs auf Guadeloupe. Dieser Segeltag war herrlich - mit stetigem Wind kamen wir nach ca. 8 Stunden segeln in der nördlichen Bucht von Dehaies auf Guadeloupe an. Auf der Überfahrt wurden wir beim Setzen der Gastlandsflagge schon im Mondschein von einer Schule Delphinen begleitet.

Am nächsten Morgen überraschte uns die Crew mit frischen Croissants zum Frühstück - wir waren ja jetzt auf französischem Staatsgebiet. Es ging weiter entlang der Westküste Guadeloupes zum Nationalpark und Tauch-Hotspot „Réserve Cousteau“ - hier wurden wir auf Dinghies zum Schnorcheln oder an Land gebracht. Der Törn führte uns am nächsten Tag auf die Îles des Saintes - eine kleine Inselgruppe südlich von Guadeloupe. Auf diesen Inseln war besonders die charmante Mischung von karibischem und französischem Einfluß zu sehen - eine kleine Ortschaft mit Geschäften, Bars, Cafés und Restaurants - ideal, um den Abend an Land zu verbringen, denn der Koch sollte auch einmal frei haben. Am nächsten Tag fuhren wir wieder an die Westküste von Guadeloupe und hatten die Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Der Tagesausflug führte uns zu zwei Wasserfällen im Nationalpark von Basse Terre, einer Rum-Distillerie und es gab ein Mittagessen mit lokalen Spezialitäten, die ausschließlich von der Insel stammen. Einen geplanten Badestopp an einem See ließen wir ausfallen - alle wollten lieber zurück an Bord.

Nach einem weiteren Stopp in Deshaies traten wir den „Schlag“ nach Antigua an. Leider spielte das Wetter nicht mit, es war Flaute und wir mußten den ganzen Weg motoren. Dafür stoppte der Kapitän auf halber Strecke die Motoren für einen Badestopp - ein besonderes Vergnügen mitten auf See, Blick auf den offenen Atlantik und 700m Wassertiefe unter uns. Kurz davor hatten wir außerdem einen Wal ganz in der Nähe unseres Schiffes beobachtet. Im Sonnenuntergang konnten wir der Crew bei der schwierigen Ansteuerung unserer nächsten Bucht zusehen: die Nonsuch Bay auf Antigua. Ein lohnendes Ziel: auch hier sind außer uns nur kleinere Segelyachten - ein Kreuzfahrtschiff könnte aufgrund des Tiefgangs diese Bucht gar nicht anlaufen. Wir verbringen den nächsten Vormittag hier in der Bucht, einige gehen an den Strand einer vorgelagerten, unbewohnten Insel, andere schnorcheln, kayaken oder sonnen sich an Bord. Am Nachmittag segeln wir zurück in den Falmouth Harbour, wo wir schon am nächsten Morgen die RHEA verlassen werden. Fast alle assistieren beim Hafenmanöver, hier wird jede Hand gebraucht und alle sind beeindruckt, wie gelassen der Kapitän diese Herausforderung meistert. Nach Manöverkritik bzw. fast ausschließlichem Lob der Gäste an die Crew endet diese tolle Segelwoche mit dem obligatorischen „Captains Dinner“.

Die RHEA ist das neueste (2017) von drei Segelyachten des Stuttgarter Veranstalters Sailing Classics und fährt unter holländischer Flagge mit deutscher Crew. Für alle, die gern segeln oder schon immer gern segeln gehen wollten sind diese Schiffe ideal. Die entspannte Atmosphäre an Bord, die überaus freundliche Crew und die kleine Gästezahl garantieren einen herrlichen Segelurlaub und eine Kreuzfahrt der besonderen Art - gern berate ich Sie dazu!

Julia Grube

von:

Julia Grube

Reisebüro von Daacke
Tel:
040 822 77 20
J.Grube@daacke.de
 

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